Wie arbeitet ein Therapiehund?

Therapiehunde werden weltweit in verschiedensten Therapien eingesetzt. Zum Beispiel in der Ergo-, Psycho- und Physiotherapie, der Heilpädagogik, Sprach- und Sprechtherapie sowie in der Lerntherapie sowohl bei Erwachsenen und Jugendlichen, jedoch überwiegend bei Kindern. In diesen Therapien werden unter anderem Depressionen, Lern- und Angststörungen, Sprachprobleme und andere physische, psychische oder neurologisch bedingte Einschränkungen erfolgreich behandelt. Dass die vierbeinigen Therapeuten gute Helfer sind, ist in Studien bereits erwiesen. Es ist zwar wissenschaftlich noch umstritten, dass sie Anfälle voraussagen können, Kranken bei diesen aber eine sehr große Hilfe sind.

Therapiehunde arbeiten zusammen mit ihren Besitzern in einem speziell auf den Patienten zugeschnittenen Therapieplan. Dabei handelt es sich meist um über Wochen oder Monate andauernde Behandlungen, die zusammen mit dem Tier genauestens geplant werden. Beim Einsatz eines Therapiehundes handelt es sich immer um ein Therapiehundeteam, das sowohl aus einem ausgebildeten Hund als auch aus seinem Besitzer besteht. Beide benötigen eine vorausgehende Ausbildung, die durch verschiedene Institutionen privat erworben werden kann. Für den volljährigen Menschen gilt hier teilweise eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem medizinischen, pflegerischen, therapeutischen oder pädagogischen Beruf und zwei Jahre Berufserfahrung als Voraussetzung.

Welche Voraussetzungen sollte ein Therapiehund erfüllen?

Da das Team in vielfältigen Einzel- und Gruppentherapien zum Einsatz kommt und darüber hinaus mit sehr unterschiedlichen Menschen, die Einschränkungen, Behinderungen oder Schwächen haben, in verschiedensten Situationen arbeitet, sollten sowohl der Hund als auch sein Begleiter viele Eigenschaften mit sich bringen. Hier möchten wir uns jedoch vorwiegend auf die Eigenschaften des Therapiehundes konzentrieren, wie zum Beispiel

  • gutes Sozialverhalten
  • kein ausgeprägter Schutz- oder Wachtrieb
  • enge Bindung zu seinem Hundeführer

Es ist wichtig, dass es sich bei dem Therapiehund um ein ruhiges, friedfertiges und geduldiges Wesen mit ruhendem Charakter handelt. Er sollte eine freundliche und offene Art vor allem zu fremden Menschen haben und sehr geringe Aggressionsbereitschaft zeigen. Darüber hinaus ist es wichtig, dass er sehr gehorsam und leicht führbar ist. Außerdem sollte er kein territoriales Verhalten vorweisen, sensibel und gleichzeitig stressresistent sein.