Welche Hunde eignen sich als Therapiehunde?

Therapiehunde haben täglich viele verschiedene Aufgaben zu meistern und das über einen langen Zeitraum, bei dem sie viele verschiedene Menschen in sehr unterschiedlichen, aber im Normalfall schwierigen Situationen begleiten. Somit ist nicht jeder Hund als Therapiehund geeignet.

Grundsätzlich gilt, solange die Grundvoraussetzungen stimmen, kann jeder Hund zum Therapiehund werden. Es kommt hierbei weniger auf die Rasse an oder darauf, ob er ein Mischling, groß oder klein ist. Vielmehr zählen bei der Auswahl eines Therapiehundes die inneren Werte, die bei Hunden von klein auf antrainiert werden können. Hunde mit einem ausgeprägtem Dickschädel oder Hunde, die einen stark vorhandenen Wach- oder Schutztrieb haben und dadurch aggressives oder territoriales Verhalten an den Tag legen, scheiden natürlich direkt aus, denn sie könnten den betroffenen Patienten mehr Stress verursachen, als positiv auf sie einzuwirken, was wiederum das Gegenteil der Therapie bewirken würde.

Eine Ausbildung zum Therapiehund sollte im Bestfall bereits im Welpenalter beginnen, da die entscheidenden Charaktereigenschaften, die für den Erfolg eines Therapiehundes zuständig sind, bereits in den ersten Wochen bis Monaten des Welpens anerzogen werden. Zu diesen Charaktereigenschaften zählen ein offenes und freundliches Wesen und eine hohe Reizschwelle sowie niedrige Aggressionsbereitschaft. Diese Eigenschaften werden von den ersten Erfahrungen des Hundes geprägt.

Eignen sich bestimmte Rassen besser zum Therapiehund als andere?

Wenn ein Hund die oben angesprochenen Grundvoraussetzungen bereits erfüllt, spielt die Rassenzugehörigkeit natürlich keine Rolle mehr. Es gibt jedoch bestimmte Hunderassen, die aufgrund ihres Kernwesens besser zum Therapiehund als andere Hunde geeignet sind, da sie von vornherein andere Veranlagungen haben.

Zum Beispiel werden bevorzugt freundliche und menschenbezogene Begleit- und Gesellschaftshunde sowie ursprüngliche Arbeitshunde ausgebildet, die schon jahrzehnte- oder sogar jahrhundertelang als Hüte-, Jagd- oder Gebrauchshunde für die Zusammenarbeit mit Menschen gezüchtet und verwendet wurden. Zu diesen Rassen zählen unter anderem: Golden Retriever, Pudel, Deutscher Schäferhund, Berner Sennenhund, Australian Shepherd, Bernhardiner, Border Collie, Mops, Leonberger, Neufundländer, Labrador, Malteser, Beagle oder Magyar Vizsla.