Therapiehunde – tierische Heiler

Hunde sind uns treue Freunde, doch nicht nur das, sie haben auch heilende Fähigkeiten. In immer mehr Institutionen wie Seniorenheimen, Schulen, Krankenhäusern, Tageskliniken, heilpädagogischen Praxen oder Einrichtungen für Behinderte finden sie einen festen Platz als Therapiehunde. Sie ersetzen in der Behandlung zwar nicht den menschlichen Therapeuten, beeinflussen jedoch den Therapieverlauf überaus positiv, denn wie mehrfache Studien beweisen, können sie

  • den Blutdruck und die Pulsfrequenz senken
  • Stress reduzieren
  • die Kommunikation sowie die Interaktion verbessern
  • die Aufmerksamkeit und das Verantwortungsbewusstsein steigern
  • die Muskulatur entspannen
  • die eigenen Sinnes-und Körperwahrnehmungen fördern
  • das Selbstbewusstsein und die Integrität in unserer Gesellschaft steigern
  • die Denk-, Merk- und Reaktionsfähigkeit verbessern und somit die Leistungsfähigkeit erhöhen
  • die Motorik und das Sprachvermögen verbessern
  • beim Abbau von Aggressionen helfen
  • zur Stärkung der emotionalen Stabilität beitragen

Was hat der tierische Therapeut, was wir Menschen nicht haben?

Hunde sind sehr empathische Wesen und nehmen die Stimmungen der Menschen in ihrer Umgebung sofort genau wahr. Doch ihr Vorteil uns gegenüber ist, dass sie nicht werten. Sie haben keinerlei Erwartungen an uns, sie kritisieren uns nicht, urteilen nicht über uns, machen uns weder Vorwürfe, noch geben sie uns gute Ratschläge – sie sind einfach nur da. Begleiten uns, vermitteln uns ein Gefühl von Nähe, Wärme und Geborgenheit. Sie nehmen uns genau so wie wir sind, klein oder groß, jung oder alt, dick oder dünn, egal welche Hautfarbe, Abstammung oder welchen Beruf wir haben, wie wir uns ausdrücken oder bewegen.

Wenn wir einen Hund streicheln, dann schüttet unser Körper das Glückshormon Oxytocin aus, das auch gerne Kuschelhormon genannt wird. Das wirkt auf uns Menschen sehr beruhigend und wir werden direkt gelassener, entspannter und offener, aber auch glücklicher und empathischer, was sich natürlich sehr positiv auf den sozialen, psychischen oder auch physischen Behandlungsverlauf auswirkt. Sehr oft zeigen die Patienten dem tierischen Therapeuten von Anfang an ein anderes Verhalten als dem menschlichen Therapeuten.